Wissen & Ratgeber

Thromboseprophylaxe in Gynäkologie & Geburtshilfe

Operative Eingriffe, gynäkologische Onkologie und das peripartale Umfeld erhöhen das VTE-Risiko. Wann mechanische Prophylaxe per IPK eine Option ist.

Erhöhtes VTE-Risiko in mehreren Situationen

In der Gynäkologie und Geburtshilfe steigt das Risiko für eine venöse Thromboembolie (VTE) in mehreren Konstellationen: bei größeren operativen Eingriffen, in der gynäkologischen Onkologie (Tumorerkrankungen aktivieren die Gerinnung zusätzlich) und im peripartalen Umfeld, etwa nach Kaiserschnitt. Schwangerschaft und Wochenbett gehen ohnehin mit einer veränderten Gerinnungslage einher. Die konkrete Indikation richtet sich nach individueller Risikobewertung und Leitlinie.

Mechanische Prophylaxe als Baustein

Die intermittierende pneumatische Kompression (IPK) ist eine mechanische Maßnahme, die den venösen Rückstrom über zyklische Kompression fördert. Sie kommt im Hochrisiko-Setting ergänzend zur medikamentösen Prophylaxe in Betracht oder als alleinige Maßnahme, wenn eine medikamentöse Prophylaxe nicht möglich ist — etwa bei erhöhtem Blutungsrisiko perioperativ. Da die IPK nicht in die Gerinnung eingreift, ist sie gerade in Abwägungssituationen eine relevante Option. Zum grundsätzlichen Verfahrensvergleich siehe mechanisch vs. medikamentös.

Besonderheiten im peripartalen Umfeld

Im geburtshilflichen Kontext ist die Thromboseprophylaxe immer eine individuelle ärztliche Entscheidung — unter Berücksichtigung von Risikofaktoren, Blutungsrisiko und Kontraindikationen. Die mechanische Prophylaxe kann hier perioperativ und in der frühen postpartalen Phase eine Rolle spielen, solange Patientinnen immobil sind. Die anerkannten Grenzen des Verfahrens finden Sie unter IPK-Kontraindikationen.

Praktikabel im Stationsalltag

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Häufige Fragen

Wann ist in der Gynäkologie eine Thromboseprophylaxe nötig?

Vor allem bei größeren operativen Eingriffen, in der gynäkologischen Onkologie und im peripartalen Umfeld (z. B. Kaiserschnitt) steigt das VTE-Risiko. Die konkrete Indikation und Dauer richten sich nach individueller Risikobewertung und Leitlinie.

Welche Rolle spielt die IPK in der Gynäkologie und Geburtshilfe?

Die intermittierende pneumatische Kompression ist eine mechanische Option — als Ergänzung zur medikamentösen Prophylaxe im Hochrisiko-Setting oder als alleinige Maßnahme, wenn Medikamente nicht in Frage kommen. Sie wirkt rein mechanisch, ohne Einfluss auf die Gerinnung.

Ist die IPK in der Schwangerschaft anwendbar?

Die Indikationsstellung in Schwangerschaft und Wochenbett ist immer eine individuelle ärztliche Entscheidung. Da die IPK mechanisch wirkt und nicht in die Gerinnung eingreift, kann sie in bestimmten Konstellationen eine Option sein. Maßgeblich sind ärztliche Einschätzung und Kontraindikationen.

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